Wasserburg Reipoltskirchen

Wasserburg Reipoltskirchen

 

In Reipoltskirchen im nördlichen Kreisgebiet finden wir eine der besterhaltenen Talburgen der Pfalz. Ihre Aufgabe im 12. Jahrhundert war die Sicherung des Odenbachtals, möglicherweise lag in ihrer Nähe auch eine wichtige Furt. Ihre „Schwesterburgen” in Schallodenbach (Kreis Kaiserslautern) und Odenbach sind weitgehend verschwunden.


Ab 1181 soll die Burg von den Herren von Hohenfels erbaut worden sein, die Reipoltskirchen geerbt hatten. Im Mittelalter war Reipoltskirchen Stammsitz der Hohenfelser, bis ihre Linie 1602 erlosch. Danach wurden Herrschaft und Burg geteilt. Bis zur Französischen Revolution geht der Besitz an verschiedene Adelsfamilien über, zuletzt an den Graf von Hillesheim und die Fürstin von Isenburg-Büdingen. Nach der Französischen Revolution war die Reipoltskirchen bis auf Bergfried, große Teile der Umfassungsmauer, einen Brunnen und den Burggraben zerstört.
Um weiterem Verfall der Anlage entgegenzuwirken kaufte der Landkreis schon seit den 70er Jahren Teile der Burg. Daran schlossen sich bauliche Verbesserungen an, die sowohl die Wehrmauer als auch einzelne Gebäude betrafen. Außerdem wurde vor fünf Jahren der Burggraben als Wasserfläche wiederhergestellt.


Das Konzept sieht aber eine Nutzung der gesamten Anlage vor. Dazu gehört, den Bergfried wieder begehbar zu machen. Eine Malschule soll an den vermutlich in Reipoltskirchen geborenen, zumindest aber dort getauften, Maler Johann Heinrich Roos erinnern.

(Text: Presseservice Kuseler Musikantenland)

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Die Wasserburg in Reipoltskirchen ist ca. 37 Minuten (33,8 km) von der Ferienwohnung entfernt.